Hamburg

Privattheater: CDU und FDP kritisieren den Senat

Hamburg.  Die Kommission der Privattheater-Evaluation, ein von der Kulturbehörde beauftragtes unabhängiges Expertengremium, hatte für die Hamburger Privattheater einen Förderungsmehrbedarf von 2,7 Millionen Euro pro Saison ermittelt. Erhalten sollen die Theater im Haushalt 2017/2018 jedoch nur 1,5 Millionen Euro zusätzlich. 500.000 Euro im ersten Jahr, ab 2018 dann eine weitere Million Euro jährlich. Kritik daran äußern jetzt die kulturpolitischen Sprecher von CDU und FDP, Dietrich Wersich und Jens P. Meyer.

Die Hamburger Privattheater seien in ihrer Existenz gefährdet, erklärt Wersich. Es drohe gar die Schließung einzelner Häuser. „Das ist eine Ohrfeige für die Arbeit aller Kulturschaffenden in unserer Stadt.“ Die Bürgerschaft müsse die „falsche Entscheidung des Senats“ rückgängig machen. Für die FDP-Fraktion teilt Jens P. Meyer mit: „Der Senat spart die Privattheater kaputt. Das ist einer Kulturmetropole unwürdig.“ Man fordere, das Gutachten ernst zu nehmen und ausführlich zu diskutieren, statt „fatale Schnellschüsse“ abzufeuern. Es sei „schäbig“, Kulturschaffende „am langen Arm verhungern“ zu lassen.