Hamburg

Auma Obama eröffnet „Lesen ohne Atomstrom“

Hamburg. Auma Obama, kenianische Halbschwester von US-Präsident Barack Obama, eröffnet in diesem Jahr das Literaturfestival „Lesen ohne Atomstrom“ in Hamburg. Die Germanistin werde am 21. April aus ihrer Autobiografie „Das Leben kommt immer dazwischen“ lesen und zur Inte­grationsdebatte Stellung beziehen, teilten die Veranstalter am Freitag mit. Namhafte Autoren und Künstler werden bis zum 27. April aus ihren Werken lesen, darunter Feridun Zaimoglu, Katja Petrowskaja, Doris Gercke und Frank Schulz. In Erinnerung an Mitbegründer Günter Grass (1927–2015) werden seine Tochter Helene, Ärzte-Sänger Bela B. und Katja Riemann Texte des Literaturnobelpreisträgers vortragen.

Das nicht-kommerzielle Festival war 2011 aus Protest gegen das Engagement des Energiekonzerns Vattenfall bei den Vattenfall-Lesetagen entstanden. Literaturfreunde haben zu allen Veranstaltungen freien Eintritt. Bereits am 23. März gibt der ehemalige japanische Premierminister Naoto Kan Einblicke in seine Zeit „Als Premierminister während der Fukushima-Krise“, wie der Titel seines Buches lautet.