Hamburg. Die Hamburger Symphoniker präsentierten den Dirigenten und Pianisten als Solisten und Gastredner

Aus dem soll mal einer schlau werden. Wer Daniel Barenboims letzten Auftritt als Pianist in Hamburg erlebt hatte, der mochte an einen Anfall von Größenwahn glauben, wenn er das Programm las, dass der rastlose Musik-Allrounder sich für sein Gastspiel bei den Hamburger Symphonikern vorgenommen hatte: War er seinerzeit schon über die technischen Hürden einiger Schubert-Sonaten gestolpert, sollten es nun an einem Abend Beethovens drittes und Brahms’ monumentales zweites Klavierkonzert sein. Selbst für hauptberufliche Pianisten, die Finger und Synapsen topfit halten, wäre das eine Herausforderung. Der viel beschäftigte Opernchef, Dirigent, Akademie- und Orchestergründer aber steht nicht in dem Ruf, noch viel zu üben.