Braunschweig

Schau zeigt Christusbilder von 37 Künstlern

Braunschweig. Unter dem Titel „Jesus 2.0“ zeigt eine neue Ausstellung in Braunschweig von Freitag an Bilder von 37 Künstlern des 20. und 21. Jahrhunderts. Darunter sind Marc Chagall, Paul Gaugin, Georg Baselitz und Günter Grass. Rund 140 Gemälde, Grafiken und Karikaturen sind bis zum 22. November an fünf Ausstellungsorten in der Stadt zu sehen. Die Künstler stellten sich dabei der Frage nach dem Christusbild. Die Ergebnisse seien erhaben, erschütternd, banal, fantasievoll frech und humorvoll, sagte Mitinitiator Jochen Prüsse.

Seit mehr als 2000 Jahren sei die Figur Jesus ein Thema in der Kunst. „Maler wie Leonardo da Vinci, Albrecht Dürer oder Rembrandt haben dabei entscheidend unser Bild geprägt.“ ­Allerdings gebe es keinen Hinweis darauf, wie Jesus wirklich ausgesehen habe. Moderne Künstler hätten daher viele Traditionen infrage gestellt, erläuterte Prüsse.

In der Ausstellung sind auch Werke des französischen Cartoonisten Tignous zu sehen, der Anfang des Jahres bei dem Anschlag auf das Satiremagazin „Charlie Hebdo“ getötet wurde. Ein Programm mit Konzerten und Vorträgen begleitet die Schau. Die Bilder werden in der Jakob Kemenate, der Kemenate Hagenbrücke, dem Augustinum, dem Bankhaus Löbbecke und der Stadthalle ausgestellt.

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