Berlin

Käpt’n Blaubärs Stimme feiert Geburtstag

Der Schauspieler und Synchronsprecher Wolfgang Völz wird am Sonntag 85 Jahre alt

Berlin. Als Käpt’n Blaubär ­erzählt Wolfgang Völz haarsträubendes Seemannsgarn in der „Sendung mit der Maus“. Er ist Mitglied der „Raum­patrouille Orion“ und Sir John in den Edgar-Wallace-Parodien „Der Wixxer“ und „Neues vom Wixxer“. Für mehr als 600 Fernseh- und rund 150 Kinofilme stand der Berliner Schauspieler vor der Kamera – oder lieh seine markante Stimme Stars wie Walter Matthau, ­Peter Ustinov und Mel Brooks.

Am Sonntag feiert der Mann mit dem Schnauzbart und dem breiten ­Lächeln seinen 85. Geburtstag. „Es geht mir glänzend“, sagt Völz. Seinen ­Geburtstag verbringt er mit seiner ­Familie in Berlin, auch Völz’ Sohn Benjamin und seine Tochter Rebecca sind Schauspieler und Synchronsprecher.

Völz wirkte über seine ganze Karriere hinweg immer wieder in Kinderfilmen mit. In Michael „Bully“ Herbigs „Hui Buh“ war er der versponnene Adelige Servatius Sebaldus. Neben dem herrlich schrulligen Käpt’n Blaubär lieh er seine Stimme auch dem melancholischen See-Elefanten in den „Urmel“-Animationsfilmen und dem weisen Walross Sopho in „Der kleine Eisbär“. Beim Synchronsprechen für die Erwachsenen-Filme mochte Völz den im Jahr 2000 gestorbenen US-Schauspieler Walter Matthau am liebsten.

Völz wurde in Danzig geboren. Schon als Kind spielte er gern Theater. In Hannover nahm Völz Schauspielunterricht. Als Page in Schillers „Don Carlos“ gab er 1950 am Landestheater Hannover sein Bühnendebüt. Es folgten Engagements an Theatern in ganz Deutschland. In den 60er-Jahren begann seine TV-Karriere mit Gastauftritten in Jürgen Rolands Krimiserie „Stahlnetz“. Mit Heinz Rühmann war er in „Charleys Tante“ zu sehen, mit Martin Held spielte er in „Banktresor 713“. In dem deutschen Science-Fiction-Klassiker „Raumpatrouille Orion“ trat Völz als Leutnant Mario de Monti an der Seite von Dietmar Schönherr auf und schrieb Fernsehgeschichte mit. ­Bereits 1990 wurde der Jubilar mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt.