Locarno

In Locarno sind die Goldenen Leoparden los

Locarno. Die iranisch-deutsche Co-Produktion „Paradise“ geht als einer der Favoriten in das Rennen um den Goldenen Leoparden von Locarno. An diesem Sonnabend gibt die Jury des Filmfestes ihre Entscheidungen ­bekannt. Zwei weitere Filme mit finanzieller Beteiligung deutscher Produzenten haben ebenfalls Chancen. Es stehen 19 Spiel- und Dokumentarfilme im Hauptwettbewerb des Internationalen Filmfestivals am Lago Maggiore.

In „Paradise“ verfolgt Regisseur ­Sina Ataeian Dena mit bezwingender Lakonie die Suche einer Lehrerin nach ihrem Platz im Leben und spiegelt in der – ohne Erlaubnis der iranischen Behörden realisierten – Erzählung den Alltag in Teheran. Große Chancen werden auch der schweizerisch-deutschen Gemeinschaftsproduktion „Heimatland“ von zehn jungen Regisseuren aus der Schweiz eingeräumt. Daneben kann der mexikanisch-deutsche Spielfilm „Ich verspreche Anarchie“ des Regisseurs Julio Hernández Cordón auf einen Preis hoffen.