Hamburg

Reeperbahn Festival geht rechtlich gegen Frei.Wild-Werbung vor

Hamburg. „Reeperbahn Festival“ steht auf einem Online-Flyer, mit dem die wegen „nationalistischer Töne“ immer wieder kritisierte Südtiroler Band Frei.Wild für ein Konzert Ende September in einem kleinen Hamburger Club wirbt. Suggeriert wird, dass Frei.Wild im Rahmen des Festivals (23. bis 26.9.) auftritt, denn nur wer genauer hinschaut, entdeckt, dass der komplette Schriftzug „Der Reeperbahn ihr Festival“ lautet und hier ein „Special Event“ inklusive Verleihung einer Goldenen Schallplatte angekündigt wird.

Die Organisatoren des Reeperbahn Festivals haben umgehend mit einer Pressemitteilung reagiert, in der es heißt: „Zu keiner Zeit hätten wir der Band ein Forum oder eine Bühne geboten.“ Man distanziere sich entschieden und habe rechtliche Schritte gegen die für die Veröffentlichung Verantwortlichen eingeleitet. „Das Reeperbahn Festival bleibt, wie man es auch vom Stadtteil St. Pauli kennt, bunt und offen für alle – und bietet weder rassistischem, faschistischem, nationalistischem, gewaltverherrlichendem oder anderem extremen Gedankengut eine Plattform.“

Die Frei.Wild-Musiker bezeichnen sich selbst als „konservative Antifaschisten“. Sänger Philipp Burger war bis 2001 in der Rechtsrock-Band Kaiserjäger aktiv.