Kulturgutschutzgesetz

Kulturstaatsministerin Monika Grütters kritisiert Georg Baselitz

Berlin.  Kulturstaatsministerin Monika Grütters hat die von ihr geplante Novelle des Kulturgutschutzgesetzes, die eine Verschärfung der Regeln zur Ausfuhr von Kunst bedeuten würde, in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur verteidigt. Sie gehe davon aus, dass ein Ausgleich zwischen dem öffentlichen Gemeininteresse und den berechtigten privaten Interessen möglich sei, sagte sie. Angesprochen auf die Tatsache, dass der Maler und Bildhauer Georg Baselitz aus Protest seine Leihgaben aus deutschen Museen zurückgezogen hat, sagte Grütters: „Für den Abzug der Werke gibt es ja keinen realen Grund. Sicher aber hat ihm die Aufmerksamkeit gutgetan ...“ Viele Baselitz-Werke seien in Museumsbesitz und würden durch die Gesetzesnovelle besser als bisher geschützt. Leihgaben seien nicht betroffen, wenn der Besitzer dieses nicht wünsche. „Also muss auch Herr Baselitz keine Sorge haben.“ Sie sei „für sachliche Argumente“ dankbar und setze auf eine gütliche Einigung.