Frankfurt/Main. Zu viel Durchschnitt, zu wenig Analyse: Sendungen trügen zu unpolitischer Haltung bei

Der Medienwissenschaftler Bernd Gäbler hält die politischen Magazine im deutschen Fernsehen für zu oberflächlich. Zu selten würden Themen gesetzt, es gebe zu viele durchschnittliche Berichte, die teilweise eher in Regionalmagazinen gut aufgehoben wären, schreibt Gäbler in einer Studie der gewerkschaftsnahen Otto-Brenner-Stiftung. Oft stehe die Vertretung von Interessen einer vermeintlich benachteiligten Gruppe im Vordergrund, ohne Interessenskonflikte aufzuarbeiten. Die Empfehlung Gäblers an die ARD, sich auf wenige Magazinsendungen zu konzentrieren, wies RBB-Chefredakteur Christoph Singelnstein zurück.