London

Sendeanstalt BBC muss 1000 Stellen streichen

Mindereinnahmen von mehr als 200 Millionen Euro zwingen zu den gravierenden Kürzungen

London.  Die BBC streicht 1000 ihrer insgesamt 20.000 Stellen. Hintergrund ist ein rapides Sinken der Haushalte mit TV-Gerät. Immer mehr Briten verzichteten auf den Fernseher und nutzten stattdessen das Internet, gab die öffentlich-rechtliche Sendeanstalt am Donnerstag bekannt. Nach Angaben von Intendant Tony Hall haben derzeit eine Million Briten weniger ein Fernsehgerät zu Hause, als dies im Jahr 2011 vorhergesagt wurde. Dies habe Mindereinnahmen in Höhe von 150 Millionen Pfund (211 Millionen Euro) zur Folge.

Die Kürzungen sollen vor allem Mitarbeiter in Verwaltungsjobs betreffen, aber auch redaktionelle Stellen würden überprüft. Mit den jetzt angekündigten Maßnahmen sollen Einsparungen in Höhe von 50 Millionen Pfund (70 Millionen Euro) erzielt werden. „Eine einfachere und schlankere BBC“ könne dabei helfen, „die finanziellen Herausforderungen zu stemmen, vor denen wir stehen“, so Hall weiter. Die britische Regierung hatte der BBC verboten, vor dem Jahr 2016 die TV-Gebühren zu erhöhen, die im Augenblick bei rund 145 Pfund (205 Euro) pro Jahr liegen.

Die BBC hatte sich bereits vor Jahren ein Sparprogramm verordnet, mit dem sie jährlich 700 Millionen Pfund aus dem Budget herauskürzte. Die jetzt angekündigten Kürzungen kommen hinzu. Experten erwarten, dass weitere Stellenstreichungen notwendig sein werden, um die finanziellen Ziele zu verwirklichen.