Hamburg

Springer-Chef Döpfner will „besten ersten Satz“

Hamburg. Im Rahmen des zum neunten Mal vom Spiegel Verlag veranstalteten „Reporter-Forums“ sprach Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender der Axel Springer SE („Die Welt“, „Bild“), im Haus an der Ericusspitze über die Herausforderungen der Digitalisierung, nutzte seinen Auftritt aber in erster Linie dazu, eine Lanze für den Qualitätsjournalismus zu brechen. „Ich würde wieder Seminare über den besten ersten Satz machen“, wird Döpfner vom Branchendienst meedia zitiert. Auch im Netz sei Platz für ausgeruht geschriebene und akribisch recherchierte Geschichten. Er erkenne da in der Gesellschaft ein „archaisches Bedürfnis“. Sorgen angesichts digitaler Trends seien für ihn absolut nicht nachvollziehbar: „Diese Art von Kulturpessimismus bleibt mir völlig verschlossen.“

Wichtig sei ihm die strikte Trennung von Redaktion und Verlag. Niemals dürfe zugelassen werden, dass etwa ein Werbekunde Einfluss auf redaktionelle Inhalte nehme oder ein Anzeigenmitarbeiter „einem Leitartikler sagt, wie er seine Kommentare zu schreiben hat“.

In Sachen Digitalstrategie der Axel Springer SE erklärt Döpfner, Eigengründungen weiter vorantreiben zu wollen.