Hamburg

Gelungen: Loriots Sketche im Engelsaal

Hamburg. Loriots Sketche sind Kult. Und haben bis heute nichts von ihrem Witz verloren, denn die Alltagsdramen zwischenmenschlicher Kommunikation bleiben wohl ewig aktuell. Im Engelsaal nahm sich nun ein vierköpfiges Ensemble – Kornelia Kirwald, Friederike Solak, Guido Bayer, Teymur Mokhtari – dieser „dramatischen Werke“ an und spielte sie in Sachen Text und Gestik exakt so wie einst Loriot, Evelyn Hamann und Co. Regisseur Philip Lüsebrink dazu: „Loriot kann man nur wie Loriot inszenieren, sonst ist es kein Loriot.“ Dem lässt sich kaum widersprechen.

Lediglich drei Sketche präsentierte das Team geringfügig verändert, indem es sie kombinierte: „Englische Ansage“, „Familienbenutzer“ und „Nudelkrise“. Insgesamt waren bei der gefeierten Premiere am Valentinskamp gleich 17 Sketche zu sehen – darunter vier Knollnasenmännchen-Stücke. Lediglich die legendäre Nummer „Herren in der Badewanne“ wurde vom Publikum ein wenig vermisst.

Ganze sechs Jahre musste das „Hamburger Volkstheater“ darauf warten, die Rechte für die Sketche zu bekommen. Der lange Atem hat sich gelohnt.

Zu sehen ist die Hommage an Loriot und seine große kleine Kunst unter der Leitung von Philip Lüsebrink noch bis zum 1. November.

Loriots dramatische Werke, nächste Vorstellung: Fr., 12.6., 20.00, Hamburger Engelsaal, Karten 18 bis 32 Euro, T. 30 05 14 44