Hamburg

Journalistenverband kritisiert Helene Fischer wegen „Knebelvertrag“

Hamburg. Der Deutsche Journalistenverband (DJV) hat die Bedingungen, zu denen Fotojournalisten Bilder bei den aktuellen Konzerten von Helene Fischer anfertigen dürfen, als „inakzeptablen Eingriff in die Pressefreiheit“ kritisiert. Der Bundesvorsitzende Michael Konken führte weiter aus, es stehe der Konzertagentur Semmel Concerts, die die Tournee organisiert, nicht zu, Bildjournalisten die Medien vorzuschreiben, in denen sie ihre Pressebilder verbreiten dürften.

Laut dem Papier, das dem DJV vorliegt, ist die Weitergabe an andere Medien als dem bei der Akkreditierung angegebenen nur mit „vorheriger schriftlicher Genehmigung“ gestattet. Darüber hinaus dürften nur regionale Medien berücksichtigt werden. Bei den Bedingungen handele es sich um einen Knebelvertrag, der die Rechte der Bildjournalisten massiv beschneide. Sollte der Konzertveranstalter nicht einlenken, rät Konken den Fotografen, auf Berichterstattung über die Konzerte zu verzichten.