München

„Ein Herz und eine Seele“: Elisabeth Wiedemann ist tot

München. Sie hat sich von ihrem Gatten Ekel Alfred immer wieder als „dusselige Kuh“ beschimpfen lassen und wurde damit zum Fernsehkult. Als Else Tetzlaff in der ARD-Serie „Ein Herz und eine Seele“ schrieb die Schauspielerin Elisabeth Wiedemann Fernsehgeschichte. Jetzt ist sie im Alter von 89 Jahren in einem Altersheim in Marquartstein in Oberbayern gestorben.

Sie war die letzte Überlebende des Serienquartetts: Hildegard Krekel starb vor zwei Jahren im Alter von 60 Jahren, deren Serienehemann Diether Krebs bereits im Jahr 2000 mit nur 52 Jahren. Im Februar 1999 war Ekel-Al­fred-Darsteller Heinz Schubert im Alter von 73 Jahren gestorben.

Ihre Karriere hatte die in Bassum bei Bremen geborene Wiedemann deutlich eleganter als in der Rolle des Hausmütterchens Tetzlaff begonnen – als Balletttänzerin in Berlin. Später wurde sie von Gustaf Gründgens für das Schauspiel entdeckt, im Fernsehen spielte sie bereits vor „Ein Herz und eine Seele“ unter anderem in „Das Millionenspiel“ mit, auch danach war Wiedemann in vielen Rollen zu sehen.

In Erinnerung bleiben wird sie aber als Ekel Alfreds Ehefrau. Die von Wolfgang Menge nach britischem Vorbild geschaffene Serie warf einen entlarvenden Blick in die deutsche Spießigkeit einer Reihenhaussiedlung im Ruhrgebiet der 70er-Jahre.