Hamburg

Theaterschaffende kritisieren Tarifeinheitsgesetz

Hamburg. Die Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (GDBA) hat das am Donnerstag vom Parlament in erster Lesung behandelte Gesetz zur Tarifeinheit scharf kritisiert. Das geplante Gesetz werde absehbar im Bereich der deutschen Theaterlandschaft „zu chaotischen Zuständen führen und den Betriebsfrieden gefährden“, teilte Präsident Jörg Löwer am Donnerstag in Hamburg mit. Zahlreiche Details des Gesetzes seien unklar und auf Stadt- undStaatstheater in der Realität nicht anwendbar. „Massive Kollateralschäden sind unvermeidbar“, heißt es weiter. An den deutschen Theatern in öffentlicher Trägerschaft bestehe die Gefahr, dass dann für alle Beschäftigten Verträge des öffentlichen Dienstes angewendet werden müssten, da der nichtkünstlerische Bereich in der Regel den größeren Anteil an den Beschäftigten stellt. In der Folge würde speziell das Solopersonal – also Schauspieler, Sänger, Tänzer, Dramaturgen, Regieassistenten – nur noch kurzfristige Gast- oder Stückdauerverträge erhalten.