Schmidts Tivoli

Hamburgerin Katie Freudenschuss Dritte beim Comedy-Pokal

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Die komische Musikerin Katie Freudenschuss gewann beim Hamburger Comedy-Pokal den dritten Preis. Der Mainzer Kabarettist Frank Fischer siegte beim Finale im Tivoli.

Hamburg. Zwei relative Newcomer und ein erfahrener Bühnenkünstler standen am Ende oben auf dem Siegertreppchen. Der Mainzer Kabarettist Frank Fischer gewann am Montagabend im seit Wochen ausverkauften Schmidts Tivoli das Finale des 13. Hamburger Comedy-Pokals. Dafür dass Fischer, der 2009 schon einmal am größten deutschen Kleinkunstwettbewerb teilgenommen hatte, sogar vermeintlich verbrauchten Themen wie dem Fahren mit der Deutschen Bahn und Werbung mit dem "Seitenbacher-Müsli-Mann" treffend noch einmal neue Seiten abgewinnen konnte, erhielt er den mit 3000 Euro dotierten Hauptpreis.

Während sich Fischer zuvor in zwei K.-o-Runden mit je 45 Minuten Programm gegen seine Konkurrenten im 20 Künstler großen Starterfeld behauptet hatten, hatten sich die eigentlich bereits ausgeschiedenen Faisul Kawusi und Katie Freudenschuss erst am Sonntagabend bei der "2. Chance Show" als Lucky Loser im Schmidt für das Finale qualifiziert - jeweils mit einer schnellen Nummer. Der 23 Jahre alte Frankfurter Stand-up-Comedian Kawusi erspielte sich dann im Finale mit Nummern zu seinen afghanischen Wurzeln, gekonnter Mimik und der Beherrschung seiner Körpermasse 2000 Euro für Platz zwei und den mit 500 Euro dotierten Publikumspreis.

Und die Austro-Hamburgerin Katie Freudenschuss (kein Künstlername!) zeigte, dass es auch mit Mitte 30 nicht zu spät sein kann für eine Comedy-Karriere: Die komische Keyboarderin und "Sachensagerin" gewann mit Auszügen ihres ersten Soloprogramms "Bis Hollywood is eh zu weit" gleich bei ihrer ersten Teilnahme an einem Wettbewerb.den 3. Preis und 1000 Euro. "Ich habe versucht, den Laden noch mal zu rocken", sagte Freudenschuss, die als letzte der sieben Finalisten spielte. Insgesamt bot der von Pokal-Initiator Sebastian Schnoy gewohnt launig moderierte, mit dreieinhalb Stunden für normale Werktätige jedoch etwas zu lange Abend ein abwechslungsreiches Spektrum aus Comedy, Kabarett, Musik und Lyrik. "Moslems, Katholiken, Protestanten und Atheisten vereint auf der Bühne - wenn das alle so machen würden wie die Comedians, gäbe es keine Kriege auf der Welt", hatte Schnoy schon zu Beginn unter dem Beifall des Publikums gesagt. Der Zuschauerzuspruch in den zehn Stadtteikulturzntren in Hauptrunde und Halbfinale sowie in Schmidt und Schmidts Tivoli lag wie im Vorjahr bei 3000 an vier Tagen.

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