Ein Wiener und ein Russe

Auf den ersten Blick haben Beethovens 5. Klavierkonzert und die Symphonische Suite aus Strawinskys „Feuervogel“-Ballettmusik programmatisch sehr wenig miteinander zu tun. Auf den zweiten auch nicht. Und auch ein dritter würde nicht viel weiter helfen. Das macht aber auch nichts, denn jedes einzelne ist ein starkes Stück.

Schon deswegen ist interessant, wie der spanische Dirigent Pablo Heras-Casado die beiden Meisterwerke für sein Debüt beim NDR Sinfonieorchester angehen und interpretieren wird. Heras-Casado hat nicht nur ein Dirigierstudium hinter sich, er hat sich davor auch mit Kunstgeschichte und Schauspiel beschäftigt – nicht die schlechteste Kombination für den Umgang mit Orchestern.

Solist der Konzerte im Großen Saal der Laeizhalle ist der russische Pianist Alexander Melnikov. Der gilt, trotz seiner Vielseitigkeit, vor allem als Spezialist für Schostakowitsch. So gesehen, wäre der Blick auf den Wiener Klassiker Beethoven eine vielversprechende Abwechslung.

NDR Sinfonieorchester Do 15.1., 20.00, So 18.1., 11.00, Laeiszhalle (U Gänsemarkt), Joh.-Brahms-Platz, Karten zu 11,- bis 51,- unter T. 44192192