Die Hit-Maschine

Songwriter-Genie Albert Hammond kommt am 21. September mit Band in die Fabrik

Nach Albert Hammonds Auftritt in Dresden bemerkte ein Zuschauer: „Ein ganz gutes Konzert, aber etwas viel Coverversionen.“ Dabei stammte jedes Lied an diesem Abend aus der Feder des 70 Jahre alten Amerikaners.

Doch Albert Hammond hat sich den Luxus geleistet, jahrzehntelang nicht aufzutreten und seine Stimme und seine Gesundheit zu schonen – ganz anders übrigens als sein Sohn Albert Hammond Jr., der Gitarrist der New Yorker Band The Strokes ist und mit Julian Casablancas’ Horde ein wildes Rock-’n’-Roll-Leben führt.

Der Senior war vor allem ein Schreiber von erstklassigen Pop-Hits, die in den 60er-, 70er-Jahren und später allerdings von anderen interpretiert wurden. Sein Auskommen hatte Hammond dennoch, die Tantiemen flossen reichlich, denn zu seinem Oeuvre gehören ein paar richtige Kracher.

Die Hollies zum Beispiel machten „The Air That I Breathe“ zum Hit, Whitney Houston glänzte mit seinem „One Moment In Time“ und Tina Turner mit „I Don’t Wanna Lose You“, das hymnische „Nothing’s Gonna Stop Us Now“ von Jefferson Starship entstand ebenso in Hammonds Arbeitszimmer wie „It Never Rains In Southern California“, „I’m A Train“ oder „Freedom Come, Freedom Go“. Letztere tauchten auch auf seinen eigenen Platten auf und bescherten ihm in den 70er-Jahren zahlreiche Hitparadenerfolge.

Mehr als drei Jahrzehnte später hat Albert Hammond sich nun aufgemacht, um am 21. September in der Fabrik sein ganzes Werk live zu präsentieren. Trotz seiner 70 Jahre wirkt er keineswegs wie ein Pop-Rentner. Mit einer exquisiten Band holt er jetzt nach, was er viele Jahre versäumt hat. Vielleicht auch, um sich mit seinem Sohn über das Leben „on the road“ auszutauschen.

Albert Hammond So 21.9., 21.00, Fabrik (S Altona), Barnerstraße 36, Karten zu 42,50 im Vorverkauf; www.alberthammond.net