Diese Woche ist die Härte

Mehr Metal mit dem Beastfest und Konzerten von Sacred Reich, Clutch und Crowbar

Das Stadionkonzert mit Metallica und Slayer liegt hinter uns, und bis zum Elbriot Festival auf dem Großmarkt und zu den Metal Dayz in der Markthalle vergehen noch Monate. Aber Hamburgs Metalheads brauchen sich keine Sorgen um Sommerlöcher zu machen, denn zumindest in den kommenden Tagen werden noch viele Verstärker auf „11“ gedreht.

So steigt am 10.Juni in der Markthalle (Klosterwall11, 17.30Uhr, Karten zu 29,90 im Vorverkauf) der kleine Bruder des Elbriot Festivals, das Beastfest. Mit klassischem Heavy Metal Marke „The Number Of The Beast“ von Iron Maiden hat das Beastfest allerdings weniger am Hut und an der Kutte. Vielmehr konzentriert sich das Programm an zeitgenössischem Metalcore mit den technisch äußerst versierten Florida-Knüpplern Trivium als Headliner. Ebenfalls biestig wird es bei Suicide Silcence, Memphis May Fire, Miss May I, Huntress, Battlecross, Coldrain, Crossfaith und Thy Art Is Murder.

Klassischer ist dann doch am 5.Juni (19.30Uhr, Abendkasse 25Euro) der Auftritt von Sacred Reich, ebenfalls in der Markthalle. Der Arizona-Vierer aus Phoenix zählt zur Pioniergeneration des Thrash-Metals der 80er-Jahre und hat sich trotz der nach sieben Jahren Pause erfolgten Reunion 2007 rar auf den Bühnen gemacht. Die Gelegenheit am Donnerstag wollen sich auch die Supports Dew-Scented und Vladimir Harkonnen nicht entgehen lassen.

Mehr Rock’n’Roll gibt es bei Clutch am 11.Juni im Gruenspan (Große Freiheit58, 20Uhr, 28,50Euro). Seit 1993 gehen die Stoner-Rocker aus Germantown im US-Staat Maryland immer weiter in der Zeit zurück und klingen auf dem aktuellen Album „Earth Rocker“ (2013) mehr retro denn je. Aber das groovt allerfeinst, wirbelt den Staub auf und hat mächtigen Blues.

Den Blues hat auch Crowbar am 5.Juni im Logo (Grindelallee5, 20Uhr, 20Euro). Schließlich kommen die schweren Jungs um Frontbrocken Kirk Windstein aus New Orleans in Louisiana. Obwohl der Blues an sich schwer auffindbar ist in den bösen, brutalen Doom- und Sludge-Metal-Schleppern. Er bestimmt eher das Gefühl, die tiefste Verzweiflung, die Windstein ins Mikro brüllt. Aber was diese Band ausmacht, sind die fantastischen Riffs. Crowbar schüttelt sich derart viele davon aus dem Ärmel, dass die Musiker es sich leisten können, die besten für das Ende eines Songs aufzusparen. Großartig!