Eine 16-Jährige muss mal kurz die Welt retten

Die Megamaschine eines Teenie-Franchises, das nächste große Ding nach „Twilight“ und „Die Tribute von Panem“: Auch in Veronica Roths Roman-Trilogie „Die Bestimmung – Divergent“ steht ein weiblicher Teenager im Zentrum. Die perfekte, friedliche Welt der Zukunft ist auch hier im Kern nur ein totalitäres Modell (unter der matriarchalischen Führung von Kate Winslet), und wieder sind es die Jugendlichen, die eine Rebellion anzetteln. Hundert Jahre nach dem großen Krieg sind die Überlebenden nach ihren Tugenden in fünf Fraktionen eingeteilt.

Beim Bestimmungsritual ihres Jahrgangs ist nicht eindeutig, ob die 16-jährige Tris (Shailene Woodley) selbstlos, furchtlos, gelehrt, freimütig oder friedfertig ist. Da die Unbestimmten bekannt dafür sind, sich nicht so leicht manipulieren zu lassen, gilt sie zugleich als gefährlich und gefährdet und muss nicht nur die Welt, sondern auch sich selbst retten. Mithilfe eines zunächst arroganten, aber zunehmend hilfsbereiten jungen Mannes (Theo James) muss sie sich im Bootcamp der Kriegerkaste im Nahkampf, beim Schießen, Parcours-Laufen und in halluzinogenen Simulationen bewähren.

Spätestens hier schimmert durch die glatten Blockbuster-Oberflächen mit attraktiven athletischen Jugendlichen in durchgestylten Welten eine düstere Vision durch, mit der sich Regisseur Neil Burger schon in „Ohne Limit“ befasste. Die Zuschauer leiden, hoffen, fühlen mit ihrer Heldin.

++--- „Die Bestimmung – Divergent“ USA 2014, 139 Min., ab 12 J., R: Neil Burger, D: Shailene Woodley, Kate Winslet, Ashley Judd, täglich im Cinemaxx Dammtor (auch OF)/Harburg/Wandsbek, Savoy (OF), UCI Mundsburg/Othmarschen/Wandsbek; www.bestimmung-filme.de