Reeperbahn Festival

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Festivaltipps 25. September

Mittwoch Eine echte Entdeckung könnte Marius Lauber werden. Der 20-jährige Kölner ist nicht nur Drummer bei Beat! Beat! Beat!, sondern auch solo zwischen Electro, Chill Wave und Synthie unterwegs (24Uhr, Prinzenbar). Und D E N A sollte man sich merken. Die Wahlberlinerin aus Bulgarien klingt eher nach Bronx oder Soho als nach Neukölln. Sprechgesang auf Pop und House, sehr tanzbar. (22.50Uhr, Prinzenbar). Das gilt auch für die Hamburger Indie-Rocker Fuck Art, Let’s Dance, die schon Reeperfest-Erfahrung haben, aber immer wieder ein Spaß sind (24Uhr, Molotow).

Festivaltipps 26. September

Donnerstag Melancholie wurde selten fröhlicher vertont als von Tubbe. Liebeskummer und andere Missgeschicke toben sich bei Steffi und Klaus auf feinsten Beats aus. Willkommen im Berliner „Eiscafé Ravetto“ (22.45Uhr, Prinzenbar). Das Hamburger Pendant heißt Clarence & Napoleon und besteht aus der Sängerin Anna Bauer und dem Pianisten Arne Straube. Mit „Breaking The Silence“ hat das Duo gerade sein Debüt veröffentlicht, das ohne Referenzen an den Synthie-Pop der 80er-Jahre auskommt und manchmal an Madonna erinnert (20 Uhr, Moondoo). Eher experimentelle Rhythmen vereinen aufs Frischeste die Kanadier Born Ruffians, da knallen die Drums und die Gitarren hecheln (20 Uhr, Uebel & Gefährlich).

Festivaltipps 27. September

Freitag „Yes Yes Yes“ muss es für alle Fans heißen, wenn NoNoNo bei der Warner-Nacht auf der Bühne steht. Das schwedische Trio um die bildhübsche Sängerin Stina Wäppling gehört mit ihrem zündenden Dance-Pop zu den heißen Newcomern dieses Herbstes (21.15 Uhr, Große Freiheit 36). Ja sagen sollte man ebenfalls zu Anna von Hausswolff. Die Schwedin hat eine Art persönliche Messe vertont. Trotz Kirchenorgel landet das Ergebnis irgendwo zwischen Drone und Pop-Oper, hymnisch, pathetisch, toll (21.50Uhr, Fliegende Bauten). Auch beim schillernden Franzosen -M- aka Matthieu Chedid hat der Wahnsinn Methode. Der kostümiert sich ebenso aufwendig wie seine glitzernden Popsongs (20Uhr, Fliegende Bauten).

Festivaltipps 28. September

Sonnabend Die Elwins sind eine fröhliche Band. Die jungen Kanadier lieben klassischen Pop, sie haben Gespür für die richtigen Hooklines und mitreißende Melodien. Wer Vampire Weekend mag, wird auch die Elwins lieben (0.45Uhr, Molotow Bar). Und wenn Mélissa Laveaux die „Pretty Girls“ besingt, kommt gleichfalls gehörige Dynamik rüber. Diesen munteren Elektro-Pop hätte man der in Paris lebenden Kanadierin mit haitianischen Wurzeln nach ihren Anfängen im Folk und Jazz kaum zugetraut (20 Uhr, Mojo Club). Aber der finale Sonnabend beim Festival wäre nicht komplett ohne Käptn Peng & Die Tentakel von Delphi. Sie stehen für Berliner Hip-Hop mit sehr verspielten, intelligenten und poetischen Texten – so ist’s fein, so geht’s (0.20 Uhr, Gruenspan).

( (oeh/asti/josi/tl) )