„Vom Kiez zum Kap“ — eine Doku für Freaks

Roadmovies gibt es wie Sand am Meer. Kommt der Fußball ins Spiel, kann es kurios werden. Und mit dem FC St. Pauli verbinden sich viele kuriose Geschichten. Kay Amtenbrink und Bernd Volkens, nebenbei Kicker der achten Herren des Kiezclubs, dem Genre ein weiteres Kapitel hinzugefügt. Aus ihrer Schnapsidee, per Auto zur WM 2010 nach Südafrika zu fahren, hat Filmemacher Joachim Bornemann eine Dokumentation gemacht. Dafür reichten zwei Lumix-Kameras und die Ausdauer der beiden Abenteuerreisenden.

Der Star in „Vom Kiez zum Kap“ ist ein 18 Jahre alter VW-Bulli, mit dem die Freaks fast 20.000 Kilometer in vier Monaten zurücklegen. Über den Balkan reisen sie durch den Nahen Osten und Ostafrika bis nach Kapstadt. Pannen und Hindernisse machen den Reiz aus: Mal stecken sie in einem Flussbett fest, in Kenia fängt dann der Motor Feuer. Und dass die Fans zusätzlich 200 Kilometer abklappern, um einen Fernseher zu finden, weil „ihr“ FC St. Pauli ein wichtiges Spiel um den Bundesliga-Aufstieg austrägt, löst nicht nur bei ihnen Freude aus. Der große Aha-Effekt bleibt bei der Doku, die schon 2011 beim Filmfest Hamburg lief, jedoch aus.

+++-- „Vom Kiez zum Kap“ D 2011, 90 Min., o.A., R: Joachim Bornemann, täglich im Abaton, 3001-Kino; www.vom-kiez-zum-kap.com