Gielen sr. und Barenboim jr.

Der Vater, ein weltbekannter Dirigent und Pianist, die Mutter, eine weltbekannte Pianistin. Der Sohn: Michael Barenboim. Geiger. Man könnte sich weniger offensichtliche Ausgangsbedingungen in eine eigene Karriere wünschen. Aber interessant werden die beiden NDR-Abo-Konzerte dieser Woche nicht durch Biografisches.

Dafür sorgt das Programm, denn das hat es in sich: Michael Gielen, normalerweise beim NDR vor allem für Mahler-Sinfonien zuständig, wechselt beim Repertoire zu zwei anderen Klassikern, deren Namen mit Wien verbunden sind. Er dirigiert Brahms‘ Haydn-Variationen (noch einen Wiener also, quasi) und die Dritte des in Hamburg geborenen Brahms. Und als ergänzender Kontrast dazu erklingt das Violinkonzert des Brahms-Bewunderers Schönberg, mit Michael Barenboim als Solist. Ein Stück, das nicht nur wegen seiner technischen Anforderungen als sperrig gilt und deswegen selten gespielt wird. Hörenswert also.

Konzert Do/Fr 25./26.4., jew. 20.00, Laeiszhalle(U Gänsemarkt), Johannes-Brahms-Platz, Kartenzu 10,- und 46,- unter T. 0180/178 79 80