Kinostart 7. März

„No!“: Der etwas andere Diktatorensturz

„No!“ erzählt die wahre Geschichte der Absetzung des chilenischen Diktatoren Augusto Pinochet durch eine Volksabstimmung.

1988 stellte sich der chilenische Diktator Pinochet auf internationalem Druck einem Referendum. Tatsächlich wurde er damals abgewählt, befürchtete Wahlmanipulationen blieben aus. Die Mehrheit der Chilenen stimmte mit "No!". So heißt auch Pablo Larraíns Film. Der Regisseur erzählt darin die Geschichte der TV-Werbekampagne, die Pinochet schließlich zu Fall brachte.

Erdacht wurde sie von dem eher unpolitischen René Saavedra (Gael Garcia Bernal), der vorher Fernsehspots für Soft Drinks produziert hatte. Statt harter politischer Aussagen setzte er auf eine weiche Kampagne. "Chile, die Freude kommt schon!" lautete der optimistische Slogan, die letztlich zum Erfolg führte. Larraíns Film zeichnet sich durch eine zurückhaltende Erzählweise aus, auf plakative Szenen gegen das Unrechtsregime verzichtet er. Dennoch ist die Bedrohung durch die Geheimpolizei permanent zu spüren. Das Plebiszit nimmt schließlich ein glückliches Ende, Saavedra wird zum Helden des friedlichen Umsturzes.

Bewertung: empfehlenswert

"No!" Chile 2012, 118 Min., ab 6 J., R: Pablo Larraín, D: Gael Garcia Bernal, täglich im 3001 (OmU), Abaton (OmU + DF); www.no-der-film.de