Eine halbe Stunde vorlesen, dann Platten auflegen

Haus III&70. Eine neue Veranstaltungsreihe zu etablieren, selbst eine literarische, ist nicht ganz einfach. Der Verein "anderseits" hat es geschafft. Am heutigen Mittwoch lädt Caspar Schleicher als Moderator bereits zum siebten Mal zum anderseitSalon im Kulturhaus III&70. Das Konzept ist neu und für alle literarischen Gattungen offen: Zwei Autoren lesen je eine halbe Stunde lang, dazwischen läuft von ihnen mitgebrachte Musik.

Kleine Änderungen schließt das nicht aus. Weil sie gemeinsam das Buch "Wir neuen Deutschen" veröffentlicht haben, beleuchten die "Zeit"-Journalistinnen Alice Bota, Khuê Pham und Özlem Topcu zu dritt das zeitgemäße Verständnis von Nationalität. Ihr Buch soll vom Anschmiegen und Verbiegen, vom Alltag und seinen rissigen Momenten erzählen.

Der vierte Gast mag manchen noch als Elvis aus dem Molotow bekannt sein. Doch Cenk Bekdemir liest jetzt öfter vor als dass er singt. Der Weinhändler hat im Vorjahr den Kurzgeschichtenband "Ziemlich weit hergeholt" veröffentlicht. Geschichten aus seinem Leben, die Zuhörern das Wiedererkennen ermöglichen. So soll es sein.

anderseitSalon Mi 27.2., 20.00 (Einlass), Lesungen 20.30 und 21.30, Kulturhaus III&70 (U/S Sternschanze, Bus 15), Schulterblatt 73, Eintritt frei, Spenden erbeten