Die Deftones verteilen Gitarrenhiebe als Zeichen der Nächstenliebe

Hamburg. Der Schwarzmarkt brummt am Montag vor der ausverkauften Großen Freiheit 36. Alles drängt zu den Deftones aus Sacramento, die sich seit 25 Jahren und sieben Alben bequem in ihrer Nische zwischen Metal, Crossover und Alternative Rock eingerichtet haben. Die Band um Frontmann Chino Moreno mag nicht für außergewöhnliche Innovationen stehen, besticht dafür aber mit einem hohen Wiedererkennungswert und Spielfreude.

Insgesamt 95 knallharte, dynamische Minuten lang gibt es von den Kaliforniern keine faulen Kompromisse, keine Radio-Lutscherballaden und keine langen Reden bis auf die eine oder andere "Go Raiders! Go St. Pauli"-Anfeuerung. Dafür klatschen "Be Quiet And Drive (Far Away)", "My Own Summer (Shove It)" oder "Minerva" heftig wie eine Faust ins Gesicht. Und bei "Change (In The House Of Flies)" und der finalen Zugabe "7 Words" hält man gern die andere Wange hin. Satte Gitarren und Schlagzeughiebe als Zeichen der Nächstenliebe.