Kinostart: 21.2.13

„Westerland“: Abgekapselt vom Rest der Welt

Mit großer Gelassenheit erzählt Autor ("Terrordrom") Tim Staffel in seinem Regiedebüt „Westerland“ von einer symbiotischen Beziehung.

Cem (Burak Yigit) weiß, was er will - Landschaftsarchitektur studieren. Derzeit ist er Mitarbeiter beim Ordnungsamt auf Sylt, die Insel hat er noch nie verlassen. Dann trifft er auf den dürren Streuner Jesús (Wolfram Schorlemmer), der sich bei ihm einnistet und seine Ordnung kräftig durcheinanderwirbelt. Begehren, das in Blicken, häufig auch in Balgereien seinen Ausdruck findet, nicht aber in den üblichen Zärtlichkeiten.

Mit großer Gelassenheit erzählt der Autor ("Terrordrom") Tim Staffel in seinem Regiedebüt, für das er seinen 2008 erschienenen Roman "Jesús und Mohammed" für die Leinwand umsetzte, die Geschichte einer symbiotischen Beziehung, die sich abspielt zwischen Cems Neubauapartment, in dem sich die beiden von der Welt abkapseln, und der Weite der archaischen Insellandschaft im Winter, die sie immer wieder durchstreifen und die der Film bevorzugt in Totalen festhält.

Bewertung: empfehlenswert

"Westerland" Deutschland 2012, 90 Minuten, ab 12 Jahren, R: Tim Staffel; D: Wolfram Schorlemmer, Burak Yigit, Tamer Arslan, Jule Böwe, Ronja Asmussen, Janina Suhl, täglich im 3001; Infos im Internet: www.westerland-film.de