Medienpreis

Grimme-Institut verteidigt „Dschungelcamp“-Nominierung

Die „Moderationsleistung“ sowie das Kennenlernen von „Menschen in all ihren Stärken und Schwächen“ seien Gründe für den Vorschlag.

Halle. Das Grimme-Institut hat die Nominierung der RTL-Sendung „Dschungelcamp“ für den renommierten Grimme-Preis verteidigt. Referatsleiter Ulrich Spies sagte am Mittwoch dem Rundfunksender MDR Info in Halle, man müsse die Methode und Machart einer Sendung sehen. „Da geht es um die Moderationsleistung, um spontan und aus der Situation heraus geschriebene Texte“, sagte er.

Außerdem gehe es darum, B- und C-Promis innerhalb von einer guten Woche „dann doch auch als Menschen in all ihren Stärken und Schwächen“ kennenzulernen. Auch die Inszenierung in einem australischen Dschungel unter sicher nicht leichten Bedingungen spiele bei der Nominierung eine Rolle.

Spies fügte hinzu, die Leistung des verstorbenen Co-Moderators Dirk Bach sei „ein Gesichtspunkt“ der Nominierung gewesen, aber nicht der entscheidende. „Denn sonst hätte man möglicherweise einen Grimme-Preis-Spezial für die bemerkenswerte Moderationsleistung von Sonja Zietlow und Dirk Bach formulieren müssen“, sagte er gegenüber dem Sender.