Die Tao-Künstler entfachen erneut ein Trommelfeuer

CCH. Im Land der aufgehenden Sonne galt die Trommel schon in der Frühzeit als Bindeglied zu höheren Mächten. Als ein Mittel, um von den Göttern und Geistern Beistand und Wohlwollen zu erbitten. Die japanische Formation Tao hat die jahrhundertealte Wadaiko-Kunst auf den gleichnamigen Trommeln schon Ende des 20. Jahrhunderts wieder belebt und sie mit Elementen des Pop auch für westliche Ohren eingängiger gemacht. Seitdem die Truppe 2004 beim Edinburgh Fringe Festival ihren Durchbruch in Europa gefeiert hat, ist sie in eleganter Regelmäßigkeit auch in Hamburg zu Gast.

Doch es ist nicht nur bloßes Trommeln, sondern eine Mischung aus musikalischer Meditation und wilder Kampfkunst, mit der die Gruppe Tradition und Moderne verbindet. Mit einem neuen Programm zeigt das elfköpfige Ensemble am Donnerstag im Saal 2 des CCH sein Rhythmusgefühl. Und wenn die musikalischen und durchtrainierten Künstler mit Präzision die zahlreichen Trommeln inklusive der größten (mit 1,70 Meter Durchmesser) bearbeiten, entsteht nicht nur auf der Bühne Energie, die sich zu einem regelrechten Trommelfeuer steigert.

Tao - Die Kunst des Trommelns Do 17.1., 20.00, CCH 2 (U Stephansplatz, S Dammtor), Marseiller Str., Karten ab 36,70 in den Abendblatt-Ticketshops und an der Ak.; www.drum-tao.de

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