New Music Award

So schnell geht das: Der erste Preis für Tonbandgerät

Die Hamburger Band Tonbandgerät wurde beim Finale der Berlin Music Week im Admiralspalast mit dem New Music Award ausgezeichnet.

Berlin. Vielleicht spielt Tonbandgerät demnächst in der ausverkauften Großen Freiheit 36. Das ist noch Zukunftsmusik, aber das vergangene Wochenende hat der jungen Hamburger Band mal wieder gezeigt, wie viel Potenzial in ihr steckt: Zum Finale der diesjährigen Berlin Music Week wurden am Sonntag im ehrwürdigen Admiralspalast neun Bands und Künstler in das Rennen um den New Music Award der jungen ARD-Radioprogramme (N-Joy, Fritz, Sputnik, u. a.) geschickt. Und gewonnen hat: Tonbandgerät.

"Wir waren so aufgeregt, dass uns ein Handy aus mehreren Metern abgestürzt ist", erzählt Gitarristin Sophia Poppensieker, "schließlich waren da tolle Bands nominiert." Tatsächlich sind Adolar, Rockstah, Manual Kant, Raphaelomé, Heisskalt, Anne Haight, Who Killed Frank und Jan Röttger allesamt große Talente, "und von Adolar und Manual Kant sind wir selber Fans", wie Sophia zugibt. Und doch entschied sich die Jury aus Radio- und Pop-Experten wie Sängerin Jennifer Weist (Jennifer Rostock) oder Produzent Patrik Majer (Wir sind Helden) nach den neun jeweils 15 Minuten langen Kurzauftritten für Sophia, ihre Schwester Isa und die Band-Jungs Ole Specht und Jakob Sudau - sehr zur Freude von 50 mitgereisten Tonbandgerät-Fans.

Bühnenpräsenz und musikalische Qualität gaben den Ausschlag, und so darf die Band in Musikausrüstung im Wert von 10 000 Euro investieren. "Das trifft sich ganz gut", lacht Sophia. "Wir brauchen dringend eine neue Gesangsanlage." Und was noch gehen könnte, zeigt das Beispiel vergangener Sieger des New Music Awards: Kraftklub (2010) und Bonaparte (2009) sind Bands, die längst die Große Freiheit 36 füllen. Mehrfach hintereinander. Gute Aussichten.

Tonbandgerät live: 8.3.2013, Uebel & Gefährlich

Alle bisherigen Teile der Abendblatt-Serie zu Tonbandgerät unter www.abendblatt.de/tonbandgeraet