Hamburg zelebriert in der Fabrik den Boogie-Woogie

Fabrik. Zweimal 88 Tasten in der Altonaer Fabrik, und das am 8.8. - das kann nur das international beachtete Piano-Treffen der "Hamburg Boogie Woogie Connection" sein, das hier 1988 erstmals über die Bühne ging. Seitdem hat es den Ruf Hamburgs als Boogie-Woogie-Metropole zementiert.

Ins Leben gerufen haben es die agilen Altmeister Axel Zwingenberger und Vince Weber, die bis heute Maßstäbe in der Entwicklung des Boogie-Woogie setzen, der unter ihren Fingern weder ausgestorben noch museal klingt, sondern seinen Platz als quicklebendige Piano-Art zwischen Blues und Rock behauptet. In Hamburg wurden viele Pianisten mit dem Boogie-Virus infiziert, von hier aus hat diese Spielart die Republik, Europa erobert und Adepten von den USA bis Japan hervorgebracht.

Die Fabrik-Bühne erklimmen diesmal: natürlich Axel Zwingenberger (hat gerade in New York mit der Band ABC&D of Boogie Woogie gespielt, wobei das C für Stones-Drummer Charlie Watts steht), Vince Weber, Jo Bohnsack und Gottfried Böttger. Dazu kommen Entertainer Christoph Steinbach aus Kitzbühel, das Blues-Duo Georg Schröter & Marc Breitfelder, das 2011 in Memphis (USA) als erste Europäer die Blues Challenge gewann.

Ein Wiedersehen gibt es mit Henning Pertiet, dem Boogie-Pianisten aus Verden mit dem ausdrucksstarken Blues. Dazu kommt Joachim Schumacher aus Bremen, Mitbegründer des "Pinetop Awards" (des deutschen "Boogie-Woogie-Oscars"). Auch mit Überraschungsgästen ist zu rechnen.

"The Hamburg Boogie Woogie Connection" heute, 21.00, Fabrik (S Altona), Barnerstr. 36, Eintritt 24.-; www.hamburgboogiewoogie.net