Das muss doch irgendwie kaputt zu kriegen sein

Der Netz-Navigator führt heute zur Haushaltshilfe, vor der fast nichts sicher ist

World Wide Web. Mit einem Tablet-Computer lassen sich eine Menge Dinge anstellen. Man kann ihn zum Surfen im Internet, zum Musikmachen oder Bildermalen benutzen. Oder man stopft das mehrere Hundert Euro teure Gerät in einen Mixer und freut sich an seiner Zerstörung. Warum? Um Haushaltsgeräte zu verkaufen.

"Will It Blend?" - "Lässt es sich pürieren?" So heißt eine der langlebigsten viralen Marketingkampagnen weltweit. Tom Dickson, der Chef der tatsächlich existierenden Firma Blendtec, kam vor etwa fünf Jahren auf die abwegige Idee, eine Familienpackung Streichhölzer in eine seiner Haushaltshilfen zu stecken. Das explosive Ergebnis führte nicht nur zu einem Feueralarm und versengten Augenbrauen, es brachte ihn auch auf die Idee zu der Videoreihe, deren Erfolg seitdem ungebrochen ist. Dickson hat schon Golfschläger, Austern und Halbedelsteine in Staub verwandelt, sich selbst beim erfolgreichen Versuch, Wegwerffeuerzeuge klein zu häckseln, erneut fast in die Luft gesprengt.

Kindliche Freude paart sich bei Dickson mit ebenso juvenilem Entdeckerdrang. Warum man sich einen Mixer kaufen sollte, der auch vor Smartphones und Turnschuhen nicht haltmacht, ist zwar nicht ganz klar. Ihm bei seinen Experimenten zuzuschauen, macht trotzdem Spaß und zeigt, dass man nicht zwingend Hunderttausende von Dollar in eine Werbekampagne stecken muss. Manchmal reicht auch schiere Zerstörungswut.

Alles kaputt pürieren: www.willitblend.com