Wolfgang Schömel liest im Biergarten aus seiner Satire

BeLaMi. Im wahren Leben ist Wolfgang Schömel Literaturreferent bei der Hamburger Kulturbehörde, nebenbei debütierte der mittlerweile 59-Jährige mit dem Erzählband "Die Schnecke" als Autor. Das ist neun Jahre her. Seitdem hat der Bremer weitere drei Bücher auf den Markt gebracht. Sein neuer Roman "Die große Verschwendung" ist in diesem Jahr bei Klett-Cotta erschienen. Eine Kostprobe aus der Politsatire gibt Wolfgang Schömel heute Abend bei der "Biergartenlesung" im BeLaMi.

In "Die große Verschwendung" erzählt Schömel von dem kriselnden Gefühlsleben des in die Jahre gekommenen Senators Glabrecht und über die skandalösen politischen Machenschaften rund um das Bremer Millionengrab "Maritime Oper".

Den Hamburger Leser dürfte das Scheitern des fiktiven Großprojekts an die Diskussionen um die hiesige Elbphilharmonie erinnern. Diese Parallele hat auch der Verlag gezogen und ein Foto der Baustelle im Hamburger Hafen auf dem Buchcover platziert - obgleich der Autor sich eine allgemeinere Interpretation gewünscht hätte.

Die "Biergartenlesung" wird noch bis zum 24. August an jedem Mittwoch vom Verein zur Förderung von Kunst, Kultur und Kommunikation in Bergedorf mit Unterstützung der Hamburger Kulturbehörde veranstaltet.

Wolfgang Schömel liest aus "Die große Verschwendung" Mi 3.8., 20.30, BeLaMi (S Bergedorf + Metrobus 12), Holtenklinker Str. 26, Eintritt frei; www.belami-hamburg.de