Ernest Hemingway

Die Finca Vigia auf Kuba

Seinen Mojito nahm er in der eher urigen Bodeguita del Medio, den Daiquiri im eleganten Floridita, seinen beiden Lieblingslokalen in der Altstadt von Havanna. Gelebt hat Hemingway aber längere Zeit in dem Örtchen San Francesco de Paula südöstlich der kubanischen Hauptstadt. Seit 1939 besaß er hier eine im Kolonialstil errichtete Holzvilla. Das Gelände der Finca Vigia steht inmitten eines üppig bewachsenen Areals, von dem sich ein weiter Blick eröffnet. Hier hat Hemingway fast 20 Jahre verbracht und wichtige Werke wie „Der alte Mann und das Meer“ geschrieben.

1961 schenkte seine Witwe Mary Welsh dem kubanischen Staat das Anwesen, der es in ein Museum umwandelte. Das Haus blieb weitgehend unverändert, nur betreten darf man es leider nicht. Also blicken die zahllose Literatur-Touristen, die täglich von Havanna per Reisebus anreisen, voyeuristisch durch die Fenster in die Villa, deren Räume mit Bildern, Büchern, Whiskyflaschen und Jagdtrophäen so wirken, als würde „Papa“ jeden Moment leicht betrunken ins Wohnzimmer zurückehren.