MySpace schließt seine deutsche Niederlassung

Das Online-Netzwerk kann mit dem Konkurrenten Facebook nicht mehr Schritt halten

Hamburg. Die deutsche Filiale von MySpace ist schon bald Geschichte. Das zum Imperium des Medienmagnaten Rupert Murdoch gehörende soziale Netzwerk wird seine Niederlassung in Deutschland Ende Februar schließen. Alle 30 Mitarbeiter verlieren ihren Job.

Die Aufgabe des Deutschlandgeschäfts ist Teil eines größeren Personalabbaus. Weltweit entlässt MySpace rund 500 Mitarbeiter, etwa die Hälfte der gesamten Belegschaft. Bis Juni 2010 soll das Unternehmen 100 Millionen Dollar Verlust erwirtschaftet haben.

Der Niedergang des einst größten Online-Netzwerks der Welt hat ursächlich mit dem Aufstieg seines Konkurrenten Facebook zu tun, bei dem sich mittlerweile mehr als 550 Millionen Menschen registriert haben. MySpace zählt dagegen nur rund 100 Millionen Nutzer. Warum die Internet-Gemeinde Facebook das Online-Portal einrennt und MySpace links liegen lässt, liegt wohl daran, dass Facebook leichter zu handhaben und thematisch offener ist als MySpace.

Der Trend zur Monopolbildung im Internet setzt sich also weiter fort: Es gibt eine große Suchmaschine (Google), ein Online-Lexikon (Wikipedia), einen großen Online-Auktionator (Ebay), ein großes Internet-Kaufhaus (Amazon) ...

Noch vertreiben viele Musiker über MySpace ihre Songs. Die Frage ist, wie lange noch. Manche Analysten sagen bereits das Ende des Netzwerks für diesen Sommer voraus.