Konzert

Bloß nicht in der Elbphilharmonie

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Mit Musik aus Estland startet das Projekt "HappyNewEars"

MedienCampus Finkenau. Die Musikstadt Hamburg ist unverdrossen im Aufbruch, und weiterhin sind es auch Privatleute, die dafür die Initiative ergreifen. Unter dem Slogan "Meistens woanders, nie in der Elbphilharmonie" haben ein Reeder und ein Geschäftsmann jetzt das Projekt "HappyNewEars" aus der Taufe gehoben. Das Ziel der Ohrenglücklichmacher: Neue Musik in Hamburg an ungewöhnliche Spielorte bringen. Die Premiere am morgigen Donnerstag findet im MedienCampus Finkenau statt: ein Konzert mit dem Nydd Quartet aus Tallinn mit estnischer Musik.

"Estland hat 1,3 Millionen Einwohner, manchmal habe ich das Gefühl, mindestens eine Million davon sind Komponisten und Musiker", schreibt Initiator Hartmut Butzmann. Er spielt damit nicht nur auf die legendäre Sangesfreude der Menschen im nördlichsten der drei baltischen Länder an, die ihre Revolution gegen die Sowjetunion Ende der 80er-Jahre singend führten.

Tatsächlich hat der kleine Staat eine beeindruckende Zahl vorzüglicher Dirigenten wie die Järvi-Dynastie und gleich zwei weltberühmte Komponisten hervorgebracht, Arvo Pärt und Erkki-Sven Tüür. Das renommierte Nyyd Quartet, Kerntruppe des Nydd Ensembles, bringt Musik dieser beiden Galionsfiguren zeitgenössischen Komponierens zu Gehör, außerdem Werke von Galina Grigorjeva, Lepo Sumera, Tonu Korvits und Helena Tuve, die von den französischen Spektralisten beeinflusst wurde. Und nach dem Musikgenuss laden die Gastgeber noch zu einem kleinen Snack.

Musik aus Estland , Do 9.12. 20.00 MedienCampus Finkenau (U Mundsburg) Finkenau 35, Karten zu 15,- (erm. 10,-) unter T.: 86 64 86 45

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