Theater

Gespräch mit einer Puppe

Foto: Heji Shin / Heji Shin/Thalia Theater

"Peggy Pickit sieht das Gesicht Gottes" von Roland Schimmelpfennig im Thalia

Roland Schimmelpfennig ist der derzeit meistgespielte Gegenwartsdramatiker Deutschlands und gilt als Autor der Stunde. Soeben hat er für sein jüngstes Werk "Der goldene Drache" den Mülheimer Dramatikerpreis erhalten. Außerdem den Else-Lasker-Schüler-Preis für sein Gesamtwerk. Die Inszenierung vom Wiener Burgtheater wurde zum diesjährigen Theatertreffen eingeladen. Am 20. November hat sein neues Stück "Peggy Pickit sieht das Gesicht Gottes" in der Regie von Theaterfossil Wilfried Minks Premiere im Thalia-Theater. Übrigens nur einen Tag nach der deutschsprachigen Erstaufführung von Martin Kusej am Deutschen Theater in Berlin.

Das Stück schildert die Begegnung zweier Ehepaare. Man kennt sich noch aus den Tagen des gemeinsamen Medizinstudiums. Carol und Martin haben Erfahrungen als Ärzte in einem Krisengebiet in Afrika gesammelt und dort in Kriegswirren ein Waisenkind zurückgelassen, Liz und Frank haben sich eine sichere Existenz als Kleinfamilie mit Haus und Kind aufgebaut. Die Gespräche kreisen um Moral und Verantwortung und spitzen sich immer weiter zu. Irgendwann beginnt Liz imaginäre Gespräche mit einer Plastikpuppe namens "Peggy Pickit" und einer geschnitzten Holzfigur aus Afrika zu führen.

Das Stück ist Teil einer multinationalen "Afrika-Trilogie", die im Sommer im kanadischen Toronto uraufgeführt wurde. Dem Hamburger Publikum ist der Autor Roland Schimmelpfennig bereits bestens vertraut. Seine Theaterstücke "Vorher Nachher" sowie "Calypso" wurden am Schauspielhaus uraufgeführt, dessen Hausautor er für mehrere Jahre war.

Peggy Pickit sieht das Gesicht Gottes Premiere Sa 20.11., 20.00, Thalia-Theater (U/S Jungfernstieg), Alstertor, Karten 13,50 bis 66,- unter T. 32 81 44 44 oder unter www.thalia-theater.de