Im analogen Kabelnetz wechseln zahlreiche Senderplätze

Neue Programmbelegung: Mehr Sender teilen sich einen Kanal

Hamburg. Knapp 500 000 Haushalte in Hamburg müssen sich umgewöhnen. Sie finden einige TV-Programme nicht mehr auf dem gewohnten Sendeplatz, seit Kabel Deutschland die Belegung im analogen Kabelnetz geändert hat. Das Programm des MDR, von NDR Mecklenburg-Vorpommern und 9Live ist in Hamburg gar nicht mehr analog zu empfangen. Begründet wurde die Änderung damit, dass aufgrund gesetzlicher Vorgaben alle Kabelnetzbetreiber die Kanäle SO4 und SO5 aufgeben mussten, diese Frequenzen dienen unter anderem der Flugsicherung.

Die gute Nachricht: Arte ist jetzt rund um die Uhr analog zu empfangen. Unschön ist die sogenannte Partagierung, das heißt, zwei Sender teilen sich einen Kanal. Das ist nicht ganz so schlimm, wenn zeitlich sauber getrennt wird wie von nun an beim Bibelkanal und Eurosport. Die erbaulichen Sendungen werden zwischen 1.30 Uhr und 8.30 Uhr ausgestrahlt, Fußball, Golf oder Segeln von 8.30 Uhr bis 1.30 Uhr.

Richtig ärgerlich ist es, wenn ein laufendes Programm unterbrochen wird - und sei es vom NDR-Regionalprogramm aus den Nachbarländern Schleswig-Holstein und Niedersachsen. Das betrifft jetzt das Programm des Bayerischen Fernsehens und des WDR.

Kabel Deutschland hat nach eigenen Angaben die wesentlichen Änderungen in Absprache mit der Medienanstalt Hamburg Schleswig-Holstein umgesetzt. Nicht betroffen sind alle Fernsehfans, die ihre Lieblingsserien digital empfangen oder sich mit einer Satellitenschüssel die Fernsehwelt ins Haus holen. Die Tabelle unten gilt für das Stadtgebiet Hamburg.