40 Jahre zu spät in das Gruenspan gekommen

Gruenspan. Wer weiß, was aus der kanadischen Band Black Mountain geworden wäre, wenn sie sich nicht 2004, sondern bereits im Jahre 1968 oder 1970 gegründet hätte. Denn der Sound des Quintetts aus Vancouver ist ewig gestrig im positivsten Sinne: In den schlammigen Rifftümpeln von Black Sabbath baden die Mounties ebenso gerne wie im Bongwasser an sonnigen Surferstränden oder in den Folk-Pfützen von Woodstock.

Dabei leben Songs wie das einfach nur gute Laune machende "The Hair Song" oder der Muscle-Car-Brocken "Old Fangs" nicht nur von klassisch-eingängigen bis verquer-progressiven Arrangements und Instrumentierungen, sondern besonders vom dynamischen Wechselgesang zwischen Matt Camirand und Amber Webber.

Wer auf Retro-Rock steht, macht mit den beiden letzten Alben "In The Future" (2008) und "Wilderness Heart" (2010) alles richtig - vor 40 Jahren wären sie eine Stadionband geworden, heute reicht es immerhin für das 1968 eröffnete Gruenspan.

Black Mountain Di 21.9., 19.00, Gruenspan (S Reeperbahn), Große Freiheit 58, Eintritt 20,-; www.blackmountainarmy.com