Auf einer Wellenlänge

Das Paolo Lamazza Quartett spielt Jazz im aufregendsten Schuhkarton der Stadt

Hafenbahnhof. Der Laden ist nicht viel größer als ein Schuhkarton für Sneaker Größe 52, es riecht allerdings nicht ganz so neu darin. Aber das macht nichts, denn die Leute kommen ja zum Hören in den Jazzraum im Hafenbahnhof, den derzeit angesagtesten Spielort für improvisierte Musik in Hamburg.

Die resolute Barfrau Eva Johannsen, die den Eintritt von 4 Euro bei der ersten Getränkebestellung kassiert, stellt auch das Programm zusammen und hat ein gutes Gespür für Qualität.

Heute präsentiert sie das Paolo Lamazza Quartett. Paolo Lamazza spielt Gitarre und hat im Januar sein Diplom an der Hochschule für Musik und Theater gemacht. Zu seinen Vorbildern zählt der sensible Strukturalist Kurt Rosenwinkel, der lange in den Bands der Schlagzeuger Brian Blade und Paul Motian spielte. Martin Meißner ist der kühl und beseelt phrasierende Saxofonist der Band, Jakob Dreyer steht am Bass, und Julian Erdem ist der Schlagzeuger. Man spürt und genießt, dass diese Musiker schon länger musikalisch auf einer Wellenlänge funken.

Paolo Lamazza Quartett , heute, 21.30 (Einlass ab 21.00), Jazzraum im Hafenbahnhof (Bus 112), Große Elbstraße 276, Eintritt 4,-