Menschen aus Papier und andere Verrückte

Der US-amerikanische Autor Salvador Plascencia liest heute in der Fabrik im Gängeviertel

Fabrik im Gängeviertel. Schon die Namen, mit denen der Autor Salvador Plascencia in einem Atemzug genannt wird, machen Lust auf seine Bücher: Matt Ruff, Jonathan Lethem, T. C. Boyle und George Saunders. Die "Berliner Zeitung" sprach von einer "irren Mischung aus Gabriel Garcia Marquez und Thomas Pynchon".

Heute präsentiert der US-amerikanische Autor, der aus Mexiko stammt, in der Fabrik im Gängeviertel seinen 2009 auf Deutsch erschienenen Debütroman "Menschen aus Papier" - Gelegenheit also, sich selbst ein Bild davon zu machen, wie Plascencia die ewigen Motive Liebe und Trennung, Krieg und Tod ungewöhnlich und neuartig kombiniert.

"Menschen aus Papier" erzählt von Federico de la Fe, der mit seiner kleinen Tochter aus Mexiko nach El Monte, USA, auswandert, nachdem seine Frau ihn verlassen hat. Dort begegnen sie einer Frau aus Papier, einem Baby mit hellseherischen Fähigkeiten und vielen weiteren ungewöhnlichen Figuren. Und sie beginnen ihren Kampf gegen Saturn, der sie alle beobachtet. Magischer Realismus trifft moderne US-amerikanische Gegenwartsliteratur. Angesichts der "unerhörten Fantasie" und unkonventionellen Erzählweise erntete der Autor viel Lob von der Kritik. Auf Einladung des Literarischen Colloquiums Berlin (LCB) kommt er nun im Juni nach Deutschland.

Salvador Plascencia wurde 1976 in Guadalajara in Mexiko geboren. Die Familie ließ sich in El Monte bei Los Angeles nieder, als er acht Jahre alt war. Er erhielt als erster Prosaschriftsteller ein staatliches Stipendium für Neuamerikaner.

Lesung "Menschen aus Papier" , 21.6., 19 Uhr Führung durch das Gängeviertel mit dem Autor Salvador Plascencia, 20 Uhr Lesung (in deutscher und englischer Sprache), Fabrik im Gängeviertel, Valentinskamp 34a (Hinterhof), Eintritt frei. Spenden sind willkommen und gehen an das Projekt "Komm in die Gänge".