Monologe auf der Couch von Sigmund Freud

Pfeffermühle. Die Wohnung des Dr. Sigmund Freud in der Wiener Berggasse 19 ist seit 1971 ein Museum und Anlaufpunkt für alle, die sich für Theorie und Praxis der Psychoanalyse interessieren. Hier lagen Patienten auf der berühmten Couch und übten sich in freier Assoziation, während Freud ihnen am Kopfende sitzend mit "gleichschwebender Aufmerksamkeit" lauschte. Ein Ort, an dem Psychotherapie-Geschichte geschrieben wurde.

Dieses Setting ist nun Grundlage des Theaterstücks "Berggasse 19: Die Couch", das im Rahmen der Theater-Altonale vom 10. bis 13. Juni täglich in der Pfeffermühle aufgeführt wird. Dabei erleben drei Zuschauergruppen in drei Räumen drei Schauspielerinnen in drei Rollen. Ob Malerin oder Polizeipräsident, ob Schwangere oder Träumer: Sie alle lassen bei ihren "Analysanden-Monologen" tief blicken und offenbaren einen bunten Neurosenstrauß. Wobei sich bald die Frage stellt, wo eigentlich der Psychoanalytiker bleibt. Geht es etwa auch ohne ihn? Oder ist er gar selbst therapiebedürftig? Die Koproduktion der Theater-Altonale mit dem Volkstheater Rostock erlebt jetzt unter der Regie von Corinna Sommerhäuser ihre deutsche Erstaufführung.

Berggasse 19: Die Couch 10.-13.6., 20.15 Uhr, Pfeffermühle (S Königstraße), Virchowstraße 15, Karten 14,-/8,- T. 39 80 69 70; www.altonale.de