Etta Scollo mit "Caro Diario" in der Fabrik

Musikalische Grenzgängerin

Foto: Fabrik

Die sizilianische Sängerin lässt heute die jüngsten zehn Jahre ihres Musikerlebens Revue passieren.

Nach ihrer Interpretation der Lieder Rosa Balistreris und dem poetisch-musikalischen Projekt "Il fiore spendente" präsentiert Etta Scollo heute ihr neues Programm "Caro Diario" in der Fabrik. Darin hält die zierliche Sängerin Rückschau auf die jüngsten zehn Jahre ihres so bewegten wie bewegenden Musikerlebens.

In den 90er-Jahren zieht die in Catania geborene Sängerin nach Hamburg, um sich neuen musikalischen Herausforderungen zu stellen. Sie experimentiert mit dem Ensemble L'art pour l'art, schreibt Stücke für Hark Bohms Film "Für immer und immer" und Kim-Ki-Duks "Bad Guy". Ihre Tourneen und die Alben "Blu", "Il bianco del tempo", "Casa" und "Canto Rò" sind so erfolgreich, dass Etta Scollo heute zu den beliebtesten italienischen Künstlerinnen in Deutschland zählt. Besonders den Hamburgern - mittlerweile pendelt Scollo zwischen Berlin und ihrer Heimat Sizilien - dürfte ihre enorme Bühnenpräsenz von zahlreichen Auftritten im Tivoli, in den Kammerspielen und zuletzt in der Fabrik in bleibender Erinnerung sein.

Etta Scollo verausgabt sich für ihr Publikum, geht mit ihrer voluminösen, rauen, manchmal gar heiseren Stimme an die Grenze, wechselt übergangslos zwischen Höhen und Tiefen, zwischen Balladen, Folk und musikalischen Traditionen ihrer italienischen Heimat. Unabhängig von Moden, Trends oder gar Italo-Schmusepop hat sich die Scollo eine ständig wachsende Fangemeinde erobert.

Etta Scollo heute, 21.00, Fabrik (S Altona), Barnerstraße 36, Eintritt 20,-; Internet: www.ettascollo.com