Wettbewerb

Körber-Studio zeigt die Vielfalt der Theaterformen

Hamburg. Das Theater lebt von seinen unterschiedlichen Formen. Beim Körber-Studio Junge Regie im Thalia in der Gaußstraße präsentierten elf Hochschulen im Wettbewerb an sechs Tagen die Produktionen von Regiestudenten. Es gab streng formale Projekte zu sehen, aber auch konventionelles Erzähltheater oder experimentelle Performances mit Musik und Video.

Zum Finale kürte die Jury das Projekt "Vom Schlachten des gemästeten Lamms und vom Aufrüsten der Aufrechten" von Kristofer Gudmundsson, Gesine Hohmann und Stephan Stock von der Universität Hildesheim.

Wie schon ihre Vorgänger sprachen sich die Juroren in der Begründung gegen den Wettbewerb bei einem Werkstatt-Treffen aus. Ein offenbarer Dissens zwischen Juroren und Machern - die sich widersprechen. Begrüßte Klaus Wehmeier vom Vorstand der Körber-Stiftung beim Start zu einem "Arbeitstreffen", so sprach er vor der Preisverleihung von einem "Festival". Da kommt sich ehrenwertes Förder-Engagement für Regienachwuchs in die Quere mit dem Ehrgeiz, eine "Youngster-Star-Parade" zu präsentieren. Der Meinungsstreit wird weitergehen und hält, wie Wehmeier versprach, das wichtige Austauschtreffen am Leben.