Doku: "Die 4. Revolution - Energy Autonomy"

Die kleinen Hoffnungen auf den Energiewandel

Foto: Delphi Filmverleih

Etwa 1000 Milliarden Dollar haben die Mitglieder der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) 2008 eingenommen, und natürlich wollen sie in der Gewinnspur bleiben - auch wenn die Rohstoffvorräte zur Neige gehen und der Klimawandel bedrohliche Formen annimmt. Dass die heutige Primärenergiewirtschaft über kurz oder lang verschwindet, ist für den Bundestagsabgeordneten Hermann Scheer klar, aber auch: "Sie wird das nicht kampflos hinnehmen."

Also muss ein öffentliches Bewusstsein für den strukturellen Energiewandel geschaffen werden - und hier setzt "Die 4. Revolution" an. Anhand zahlreicher Fallbeispiele zeigt die engagierte Dokumentation von Carl-A. Fechner, wo bereits mit großem Erfolg auf eine Energieversorgung aus erneuerbaren Quellen gesetzt wird. Da werden in Kalifornien Sportwagen mit Elektroantrieb hergestellt oder sichert in Mali das Öl der Jatropha-Frucht die Stromversorgung von etwa 400 Familien. Dass die mächtigen Stromkonzerne kein Interesse an einem Wandel haben, ist zwar klar, steht aber nie im Mittelpunkt dieses Films. Fechner geht es vielmehr darum, Hoffnung zu stiften.

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Die 4. Revolution - Energy Autonomy Deutschland 2010, 83 Minuten, o. A., R: Carl-A. Fechner, täglich im Abaton, Zeise; www.4-revolution.de