Ausverkauft: Bratze

Techno-Entertainment mit Punk-Bewusstsein

Foto: Audiolith

Norman Kolodziej und Kevin Hamann sind Bratze. Am 18. März stellen sie "Korrektur nach unten" im ausverkauften Hafenklang vor.

Nebeneinander, Hand in Hand, der Blick erwartungsvoll nach oben ins Ungewisse gerichtet - so stehen Norman Kolodziej und Kevin Hamann auf dem Cover des neuen Bratze-Albums "Korrektur nach unten". Nach dem überraschenden Erfolg ihres Debüts "Kraft" weiß das Duo genau was passiert, wenn die zweite Platte diese Woche erscheint: Die Leute werden komplett durchdrehen, mehr noch als bei den Hauptbands der beiden Musiker, Der Tante Renate und ClickClickDecker.

Die neuen Tracks sind noch immer kompromisslos, knarzend und voll Codes, so wie es sich für artige Zöglinge des Hamburger Labels Audiolith gehört. Es wurde also gar nicht viel korrigiert. Ironie und Techno-Punk, Entertainment und politisches Bewusstsein, all das steckt auch in der neuen Single "Ohne das wär es nur noch laut", einem pumpenden Hit, der sich auf den Bratze-Konzerten schon als Knaller herausgestellt hat und nun mit einem super trashigen Musikanten-Stadel-Video im Internet zu sehen ist.

Ob Bratze das Akkordeon und die schleimigen Schmusegesten auch in ihr Live-Programm integrieren, kann man beim Release-Konzert im Hafenklang überprüfen. Die Bratzen selbst werden den Auftritt bestimmt genießen, denn anschließend wird es hart: Zusammen mit den Audiolith-Kollegen Egotronic und - Acid! - Frittenbude geht es auf "Dorfdisko Geiselfahrt" in so malerische Orte wie Döbeln, Oelde, Tannheim-Egelsee und Höhr-Grenzhausen. Das ist Punk.

Bratze Do 18.3., 21.30, Hafenklang (S Königstraße), Große Elbstraße 84, ausverkauft; www.bratze.eu