Dolpo Tulku - Heimkehr in den Himalaya

Lehren in einem abgelegenen Tal

Foto: piffl

Unter Buddhisten gelten die Berge des Himalaya als Sitz der Götter. Sie berühren mit der Schönheit ihrer rauen Natur.

Unter Buddhisten gelten die Berge des Himalaya als Sitz der Götter. Sie berühren mit der Schönheit ihrer rauen Natur. Ihre Bewohner ächzen unter einem beschwerlichen Leben. In seiner sehenswerten Dokumentation "Dolpo Tulku - Heimkehr in den Himalaya" liefert Regisseur Michael Hoffmann Einblicke in Schicksal und Denken eines jungen Mönchs im abgelegenen Tal Dolpo in Nepal.

Der dort 1981 geborene Hirtenjunge Sherap Sangpo wird mit zehn Jahren buddhistischer Mönch. Beim Eintritt in ein Kloster nahe Kathmandu wird er als Reinkarnation des Dolpo Lamas Nyinchung Rinpoche erkannt. Es folgt eine Ausbildung im südindischen Namdroling Kloster.

Der Film setzt 16 Jahre später bei den Vorbereitungen zur Inthronisation von Rinpoche in der Heimat ein, schildert die beschwerliche Heimreise - zu Fuß - über Gebirgspässe in mehr als 4000 Metern Höhe zur Monsunzeit. Die bäuerliche Bevölkerung führt ein Leben, das unserem Mittelalter gleicht.

Besonders berühren die Momente, in denen der junge Dolpo Tulku über die Last der Verantwortung spricht. In der armen, von hoher Kindersterblichkeit geprägten, Region gilt der Dolpo nicht nur als religiöses Oberhaupt, sondern auch als Hoffnungsträger, der den Menschen Errungenschaften der Moderne, wie Bildung, bringen will. asti

++++- Dolpo Tulku - Heimkehr in den Himalaya D 2009, 104 Minuten, o.A., täglich im Abaton; www.dolpotulku.de