Hamburgische Staatsoper - Das stand damals auf dem Spielplan

Helmut Söring

So feierte die Hamburgische Staatsoper die "Wiedergeburt": Auf dem Spielplan stand die "Zauberflöte" von Wolfgang Amadeus Mozart. Inszeniert wurde sie vom Intendanten Günther Rennert und dirigiert von Leopold Ludwig. Es sangen Rudolf Schock und Ann Bollinger (Tamino und Pamina), Horst Günter und Anneliese Rothenberger (Papageno und Papagena), Colette Lorand (Königin der Nacht) und Arnold van Mill (Sarastro).

Am 17. Oktober folgte mit "Pallas Athene weint" eine Uraufführung, zu der der Komponist Ernst Krenek angereist war. Das Produktionsteam war dasselbe wie bei der Mozart-Premiere.

Das Publikum zeigte sich jedoch trotz um die Hälfte gesenkter Eintrittspreise am zeitgenössischen Musiktheater wenig interessiert. Plätze blieben leer, die Resonanz reserviert.

Mit einer folgenden "Aida" war man wieder versöhnt. In derselben Spielzeit gab es dann die deutschen Erstaufführungen von Egks "Irischer Legende" und Bartoks Ballett "Der wunderbare Mandarin". Rennert begann mit "Rheingold" einen "Ring". Vom Broadway kam als Gastspiel "Porgy and Bess".

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