"Chrismon" zieht nach Frankfurt

Hamburg. Ein weiteres, wenn auch kleineres Medienhaus verläßt die Hansestadt. Die Hansisches Druck- und Verlagshaus GmbH, Verleger des evangelischen Magazins "Chrismon", geht am 1. Dezember nach Frankfurt am Main. Bereits im Herbst wird die 100prozentige Tochter des Süddeutschen Verlages vom Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik (GEP) übernommen.

Durch die Fusionierung sollen Kosten eingespart und Synergien, beispielsweise in der Buchhaltung, mit dem in Frankfurt ansässigen Evangelischen Pressedienst (epd) geschaffen werden. "Auch wir als Non-Profit-Anbieter sind abhängig von den Mechanismen der Wirtschaft", sagt Arnd Brummer, Chefredakteur von "Chrismon". Demnach reduziere die evangelische Kirche die Zahl der Standorte, um Kräfte effizienter bündeln zu können. "Wir denken über neue gemeinsame Medien-Produkte nach, die sich schwerpunktmäßig mit Kultur- und Familienthemen beschäftigen", so Brummer gegenüber dem Abendblatt. Allein dafür sei eine Zusammenlegung sinnvoll.

Von den knapp 30 Mitarbeitern des Magazins gehen voraussichtlich nur zehn mit nach Frankfurt. "Es wurden aber alle gefragt, ob sie mitkommen", betont Brummer. Neue stellvertretende Chefredakteurin wird Ursula Ott (früher "Frankfurter Rundschau", "Die Woche", "Emma", dann Autorin bei "Brigitte", Sonntag Aktuell" und "Chrismon"). Sie tritt die Nachfolge von Christian Sauer an, der in Hamburg bleiben wird.

Das 56seitige Magazin "Chrismon" ist aus der Wochenzeitung "Deutsches Allgemeines Sonntagsblatt" hervorgegangen (1948-2000) und erscheint als monatliche Beilage in der "Zeit", "Frankfurter Rundschau", "Sächsischen Zeitung", im "Tagesspiegel" und den "Potsdamer Neuesten Nachrichten". Gesamtauflage: rund 1,5 Millionen Exemplare.