Szenen aus Strindbergs Familien-Hölle

Haus III&70. Die Mutter als Verkörperung des Bösen. Der schwedische Neurosen-Dramatiker August Strindberg betrachtete die Familie nicht als einen schützenden Hort des Guten und Schönen. Nach seinem Drama "Der Pelikan" inszenierten Peter Dorsch und Kolja Schallenberg mit einem Schauspieler-Quartett die flammende, in einer Feuersbrunst endende Rebellion der Kinder gegen Rabenmutter Elise. In der Szenen-Collage "Die Signatur des Pelikans" - ab Sonntag im Haus III&70 zu sehen - übernimmt jeder Darsteller die Rolle des Bösen und zeigt: Jeder von uns hat auch eine dunkle Seite.

Vor drei Jahren haben Dorsch und Schallenberg die Theaterliga gegründet. Beide Regisseure arbeiten an Stadttheatern, Dorsch war auch mehrere Jahre Regieassistent am Thalia-Theater und hat Inszenierungen im Nachtasyl und in der Gaußstraße herausgebracht. Sie entwickeln ihre Produktionen mit einem Künstler-Netzwerk zwischen Stadttheater und freier Szene und gastieren damit auf den Bühnen innerhalb und außerhalb Hamburgs.

Die Signatur des Pelikans 16.-18.5., 20 Uhr, Haus III&70 (U/S Sternschanze), Schulterblatt 73, Karten zu 9,-/ erm.6,- unter T. 31 97 555 12, an der Abendkasse und vvk@dreiundsiebzig.de